
Ausgabe vom 19. Februar 2002
| Erstmal warm machen – gilt nicht nur für Werner (li.) und Daniel Rüchel, die seit Stunden am Flugplatz auf besseres Wetter warten, son-dern auch für den wasserempfindlichen Dragster, dessen Mittelteil noch Original Käfer ist. |
TV-Drehtag auf dem Flugplatz mit Rennfahrer Daniel Rüchel
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Von Silke Bender Verlassen Sie sich nie und
nimmer aufs Wetter! Wie oft Petrus auch auf Sommerfesten gelobt werden
mag: Gestern Morgen erzürnte er mich, ein Kamerateam und einen
Renn-fahrer. Die Geschichte spielte sich folgendermaßen ab:
Drag-Racing Eine schnelle Fahrt – Leider auf verregneter Piste schen
gegen die Fensterscheibe. Nein! Bitte kein Regen! Ich versichere mich übers
Handy bei Werner Rüchel, ob der Termin wie geplant stattfindet. „Ja-ja”,
sagt der, „wir stehen hier im Regen.” Petrus. . . ! |
20-jährige Bottroper Daniel Rüchel in einem aufgemotzten Käfer mit über 700 PS starkem Golf-Turbo-Motor ein fingiertes Dragster-Rennen auf die Start-/ Landebahn legt. Diese ameri-kanische Art des motorisierten Kräftemessens spielt sich nor-malerweise zwischen zwei | und zugleich als Werk- und Schlafstätte fungiert. Für mich, das Kamerateam und den Renn-fahrer ist das Ungetüm dennoch zu klein: Wir treten uns auf die Füße und beten (jeder für sich) innigst für bessere Außen-verhältnisse. |
der
erste zu sein. Frauen können glücklicherweise großzügig sein – ich
lasse ihm den Vortritt. Trotz schneidenden Windes und fieser Kälte, die
mich auf der Stelle hüpfen lässt. Der
Kameramann bleibt auf Daniel fixiert und verfolgt, wie er sich die Bankräuber-Maske
überstreift und dann den Helm mit dem Schlangenmaul-Motiv aufsetzt. Mein
„Gegner” wird auf dem Beifahrersitz festgezerrt, Daniel brettert los.
Wie er das schafft, weiß ich nicht, aber er kriegt den auf der nassen Fläche
schlingernden schwarz-silbernen Flitzer tatsächlich so in Fahrt, dass der
Bremsfallschirm aufgeht. Ein roter Ball winkt uns Zurückgebliebenen. |
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Die Fahrt kann beginnen: Für unseren Fotografen Franz schauen Daniel und ich vorher auch ganz fröhlich in die Kamera |
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| Gegnern ab – und auf Renn-strecken von einer Viertelmeile. Doch ist der Flugplatz zum Trainingsort von Werner und Daniel Rüchel geworden: Hierhin fahren sie mit dem familieneigenen Truck, der den nicht für die Straße freigege-benen Käfer schluckt | Petrus hat uns erhört: Nicht ein Tropfen platscht jetzt mehr in die Pfützen. Doch obwohl ich keine Rennfahrerin bin, habe ich plötzlich einen Gegner: Ein junger Mann des Fernsehteams will mitfahren und besteht darauf – wenig gentlemanlike –, | ||
| Die Kamera ist immer dabei: als Werner und Daniel etwa den ordentlich gefalteten Bremsfallschirm anbringen Bild links) oder als der 20-jährige erschrocken fest- stellt, das der Lüfter nicht läuft. WAZ-Bilder (4): Franz Naskrent | |